"Schluss mit der Vonovia-Abzocke!" - Linke startet Aktion gegen Wohnungs-Konzern
- Redaktion
Die Linke hat einen Plan, wie wir den Mieten-Notstand gemeinsam stoppen können. Zuerst knöpfen wir uns Deutschlands größten und dreistesten Wohnungskonzern vor. An diesem Freitag fällt der Startschuss und hier findet ihr den wichtigsten Link zur Aktion.
Heizkosten-Tricks, erfundene Modernisierungen, überhöhte Mieten und Mängel ohne Ende: Das schmutzige Geschäftsmodell des Immobilienriesen Vonovia mit seinen bundesweit mehr als 540.000 Wohnungen ist denkbar einfach: Maximale Miete aus den Betroffenen pressen, während man die eigenen Kosten drückt, wo es nur geht. Deshalb startet Die Linke jetzt eine bundesweite Großoffensive, um die Machenschaften Vonovias aufzudecken, Betroffene zu organisieren und im Bundestag Druck zu machen. Für uns ist klar: Wohnen ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht. Doch für profitgeile Konzerne wie Vonovia ist jede Wohnung eine Goldgrube. Während Familien, Alleinerziehende und Rentner*innen die Miete kaum noch aufbringen können, bereichert sich der größte deutsche Immobilienkonzern auf Kosten der Menschen. Jan van Aken meint: „Die Gewinne von Vonovia sind Diebstahl aus den Taschen der Mieterinnen und Mieter. Das ist die Enteignung, die gerade jeden Tag überall in Deutschland stattfindet, eine Enteignung der Mieterinnen und Mieter. Wer bei der Vonovia wohnen muss, ist kein Mieter, sondern Betroffener.“
Gemeinsam wehren wir uns gegen die Mieten-Mafia
Die Berichte aus dem gesamten Bundesgebiet zeichnen ein erschreckendes Bild: Illegale Mieterhöhungen, manipulierte Heizkostenabrechnungen und monatelang ignorierte Schimmel- oder Heizungsmängel gehören für Hunderttausende zum Alltag. Der Verdacht, dass hier systematisch getäuscht und getrickst wird, hat sich auch bei Anhörungen der Fraktion Die Linke im Bundestag erhärtet. Das zeigt glasklar: Mieterinnen und Mieter können sich auf die Bundesregierung nicht verlassen. Die sogenannte Mietpreisbremse ist zahnlos und der Mieten-Notstand eskaliert weiter. Das lassen wir uns nicht mehr bieten! Unter dem Slogan „Schluss mit der Vonovia-Abzocke!“ startet Die Linke eine bundesweite Kampagne. So holen wir uns Euro für Euro und Wohnung für Wohnung zurück. Gemeinsam mit Zehntausenden Mieter*innen wehren wir uns gegen die dreiste Mieten-Mafia und ihre Handlanger bei Union, SPD und AfD.
Der Widerstand wirkt: Erfolge von Leipzig bis Berlin
Dass Gegenwehr funktioniert, wenn wir uns organisieren, beweisen erfolgreiche Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit. Wir müssen kein Opfer dieses Systems sein, wenn wir den Konzernen gemeinsam die Stirn bieten:
- Leipzig: Hier deckte Die Linke systematische Fehler bei den Heizkostenabrechnungen auf. Durch gemeinsame Mieterversammlungen wurde Vonovia gezwungen, die so erschlichenen Gelder zurückzuzahlen. Als der Konzern im Folgejahr versuchte, die Fehler in den Abrechnungen zu vertuschen, hakte der linke Landtagsabgeordnete Nam Duy Nguyen nach und entlarvte die Lügen des Vorstands. Die Mieter*innen bekamen ihr Recht.
- Offenbach: Über Monate hinweg ignorierte Vonovia massive Mängel in den Wohnungen. Erst als Die Linke gemeinsam mit den Betroffenen Haustürgespräche führte, eine Mieterversammlung mit Janine Wissler organisierte und schließlich den Oberbürgermeister zu einer öffentlichen Wohnungsbegehung lud, knickte der Riese ein. Der öffentliche Druck erzwang eine Entschuldigung und konkrete Investitionszusagen.
- Berlin: Bei rund 400 Wohnungen erfand Vonovia einfach „wohnwerterhöhende Merkmale“, um die Mieten illegal nach oben zu treiben. Durch gezielte Aufklärung und den organisierten Widerspruch zahlreicher Mieter*innen musste der Konzern die Erhöhungen schließlich zurückziehen. (Siehe auch hier: https://www.links-bewegt.de/de/article/1031.die-linke-gegen-vonovia.html?sstr=Vonovia[1])
Unser Plan: Das Abzocke-System Vonovia beenden
Wir gehen nun den entscheidenden Schritt weiter und starten eine bundesweite Datenerhebung, um die verborgenen Muster des Konzerns vollständig offenzulegen. Am Freitag, dem 22. Mai, geht unter www.mietabzocke-stoppen.de/umfrage[2] ein Online-Formular an den Start. Hier können Betroffene anonym eintragen, wo Vonovia betrügt oder versagt. Wir werten diese Daten aus, verbinden die Fälle, unterstützen Mieterinnen und Mieter juristisch und bereiten für Juni 2026 einen umfassenden Aktionsplan mit Schulungen für Aktive vor. Als Linke kämpfen wir nur vor Ort für die Menschen, sondern auch in den Parlamenten. Um den Druck maximal zu erhöhen, verbinden wir den Widerstand im Viertel mit einer Offensive im Bundestag. Das sind unsere zentralen Kernforderungen:
- Systematische Analyse der Probleme von Mieterinnen und Mietern: Wir decken das schmutzige Geschäftsmodell von Vonovia bis ins Detail auf.
- Konfrontation im Parlament: Wir werden die Bundesbauministerin in der Regierungsbefragung direkt mit den Vorwürfen konfrontieren.
- Prüfung der Börsenzulassung: Profite dürfen nicht auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter erwirtschaftet werden. Wir fordern den Entzug der Börsenzulassung für solche Konzerne!
- Beantragung einer Aktuellen Stunde: Wir bringen die Machenschaften als erste Fraktion auf die Tagesordnung des Bundestags.
- Einladung der Betroffenen: Wir holen die Mieterinnen und Mieter auf die Tribüne des Bundestags, damit sie live sehen, wer sie verteidigt und wer sich schützend vor die Chefetagen stellt.
Werdet aktiv: Jede Stimme zählt!
Veränderung entsteht nicht von selbst. Sie entsteht dort, wo wir die Vereinzelung durchbrechen und uns solidarisieren. Wir rufen unsere mehr als 120.000 Mitglieder auf: Teilt den Link zur Umfrage mit Nachbarn, Freunden und Bekannten, die in Vonovia-Wohnungen leben. Geht mit uns auf die Straße, verteilt Flyer und beteiligt euch an den Mieterversammlungen vor Ort. Nur wenn wir viele sind und laut werden, können uns Wohnungskonzerne und die Bundesregierung nicht mehr ignorieren. Organisieren wir den Widerstand – für einen echten Mieterschutz, bezahlbaren Wohnraum und die Enteignung der großen Wohnungskonzerne. Auch Jan van Aken ist zum Kampagnenstart am Freitag mit dabei: „Es ist höchste Zeit, diesem Konzern einen Strich durch die Rechnung zu machen. Wir wollen alle Wohnungen von Konzernen wie der Vonovia enteignen und in öffentliches Eigentum überführen. Auf einen Schlag könnte die Regierung so hunderttausende Mieterinnen und Mieter entlasten und ihnen dauerhaft bezahlbare Mieten ermöglichen."
Links:
- https://www.links-bewegt.de/de/article/1031.die-linke-gegen-vonovia.html?sstr=Vonovia
- http://www.mietabzocke-stoppen.de/umfrage