EU-Wohnungskrise: Deine Unterschrift macht den Unterschied!

Madrid, Berlin oder Dublin: In der gesamten EU explodieren die Mieten. Die Linke im Europaparlament will die Kommission jetzt zum Handeln zwingen und wirbt für eine Europäische Bürgerinitiative, die eine Million Unterschriften benötigt. Hier kannst Du sie unterzeichnen.

Wenn eine 87-jährige Frau in Madrid nach Jahrzehnten ihr Zuhause verliert und auf die Straße gesetzt wird, ist das kein tragischer Einzelfall. Es ist das Symptom einer tiefen Krise, die ganz Europa erfasst hat. Von Madrid über Paris bis nach Berlin zeigen die vielen Massenproteste: Bezahlbarer Wohnraum ist in der gesamten EU zur Mangelware geworden.

Die Menschen spüren es überall: Ganze Stadtteile verlieren ihr soziales Gefüge. Ungerechtigkeit auf dem „Wohnungsmarkt“ ist zu einem der stärksten Treiber der Ungleichheit in Europa geworden. Der Wohnungsmarkt ist längst Spielfeld für Investoren und Konzerne. All dies ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, die den Märkten die Macht übertragen und den Menschen die Sicherheit nehmen.

Während auf den Straßen Spaniens die Proteste lauter werden, wird in Deutschland Hysterie erzeugt. Weil Die Linke in Berlin die Wohnungsbestände von Konzernen in öffentliches Eigentum überführen will, führen die Konservativen eine Schmutzkampagne gegen Die Linke. Die Debatten über die Vergesellschaftung sind geprägt von bewusst gestreuten Fehlinformationen und Ängsten. Doch Angst haben vor allem die Immobilienspekulanten und Konzerne.

Überall in Europa explodieren die Mieten

Ware Wohnen: Wenn der Lohn nicht für die Miete reicht

Wir erleben eine historische Schieflage: Mieten explodieren, Kaufpreise schnellen in ungeahnte Höhen und die Lebenshaltungskosten erdrücken uns alle. Krankenschwestern, Lehrer*innen, Handwerker*innen, Busfahrer*innen und Servicekräfte – die Menschen, die unsere Gesellschaften jeden Tag am Laufen halten – werden systematisch aus ihren Vierteln verdrängt und können sich Wohnungen in den Städten nicht mehr leisten. Wer hart arbeitet, muss von seinem Lohn anständig leben können. Stattdessen fließt der Großteil des Gehalts direkt in die Renditen von Finanzinvestoren, Fonds und Spekulanten.

Gemeinsam Druck machen auf die EU-Kommission

Diese Krise macht nicht an nationalen Grenzen halt – und deshalb darf sich unser Widerstand nicht auf einzelne Hauptstädte beschränken. Wenn Immobilienkonzerne international agieren und die EU-Regularien Spekulation begünstigen, müssen wir den Hebel dort ansetzen, wo die Regeln gemacht werden: auf europäischer Ebene. Genau hier setzt die Europäische Bürgerinitiative "Right to Housing!" an. Wir fordern von der Europäischen Union, jetzt im Sinne der Menschen zu handeln:

Mietpreisdeckel und Spekulationsstopp: Schutz der Mieter*innen vor ruinösen Mieterhöhungen und Zweckentfremdung.

Recht auf bezahlbaren Wohnraum: Verbindliche soziale Standards für alle EU-Mitgliedsstaaten.

Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus: Öffentliche Investitionen müssen wieder dem Gemeinwohl dienen und vor privaten Renditeinteressen geschützt werden.

Um die Europäische Kommission gesetzlich dazu zu zwingen, sich mit unseren Forderungen auseinanderzusetzen und konkrete Gesetzesinitiativen auf den Weg zu bringen, brauchen wir eine Million Unterschriften aus mindestens sieben EU‑Ländern. Jede Unterschrift zählt. Nur gemeinsam können wir die Macht der Immobilienhaie brechen. Die spanische Rentnerin durfte zurück in ihre Wohnung. Doch das kam zu spät. Die Zwangsräumung war zu viel für sie. Maricarmen Abascal ist mittlerweile verstorben. Die Tragödie zeigt eindringlich, dass Wohnen kein Handelsgut ist, sondern ein Menschenrecht.

Schluss mit der Profitgier – Wohnen muss für alle bezahlbar sein! Martin Schirdewan, Vorsitzender der Fraktion The Left im EU‑Parlament, betont: „Wohnen ist ein Menschenrecht und kein Finanzprodukt. Während Millionen Menschen sich ihre Miete nicht mehr leisten können, stehen Wohnungen und Büros leer und dienen als Spekulationsobjekt. Europa hat nicht zu wenig Immobilien, sondern zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Es ist richtig, dass HouseEurope! mit der neuen Europäischen Bürgerinitiative den Druck auf die EU-Kommission erhöht, endlich zu handeln.“

Jetzt unterschreiben und die Initiative unterstützen: right-to-housing.eu [1]

Links:

  1. http://right-to-housing.eu